Häufige Fragen

Wo und wie arbeiten Senioren-Assistenten?
  • in Privathaushalten mit Rechnung (als Selbstständige)
  • in Privathaushalten auf 400-Euro-Basis
  • in Einrichtungen in der sozialen Betreuung
  • in Seniorenresidenzen
  • in Seniorenheimen und Tageseinrichtungen
    (in nichtpflegerischen Bereichen)
  • in Verbindung mit einem Erstberuf
Was kostet Senioren-Assistenz?

Die Stundensätze variieren sehr stark, denn sie sind von vielen Faktoren abhängig.

Die Arbeit, die zu leisten ist, reicht von Begleitung beim Spazierengehen bis zur Erledigung von komplexen Behördenangelegenheiten. Sie ist zudem abhängig von der Dauer der Einsätze, die entweder stundenweise bis tageweise oder auch temporär bis langjährig erfolgen können.

Abhängig sind die Angebote auch von der Lage. Grundsätzlich können wir sagen, dass die Nachfrage nach Senioren-Assistenz in Städten höher ist als auf dem Land.

Als Richtwert für Preisekönnen wir Ihnen 20 bis 25 Euro je Stunde nennen. Einige Senioren-Assistentinnen oder Senioren-Assistenten weichen davon ab, indem sie zum Beispiel Pauschalen, Festpreise, Sonderpreise oder Staffelpreise vereinbaren.

Gute Empfehlungen wirken sich maßgeblich auf die Vereinbarungen aus. Qualifikation und Sympathie sind weitere Merkmale für die Preisfindung, die sehr individuell gehandhabt wird. Es kommt also auf Nachfrage und Angebot an und ist Verhandlungssache.

Übernehmen die Kassen die Kosten der Senioren-Assistenz?

Die Pflegekassen bezahlen die Betreuung durch Senioren-Assistenten noch nicht. Eine kleine Entschädigung kann man mit "Verhinderungspflege" bekommen.

Sind Senioren-Assistenten versichert?

Angestellte Senioren-Assistenten sind über ihren Arbeitgeber versichert. Selbständige Dienstleister versichern ihre Arbeit über eine Berufshaftpflichtversicherung. Senioren, die ihren Assistenten geringfügig beschäftigten wollen, versichern ihn oder sie über die Bundesknappschaft.

Was versteht man unter »Plöner Modell«?

Der Begriff Senioren-Assistenz ist nicht geschützt, mit der Folge, dass sich viele Betreuungsdienste für ältere Menschen dieser Bezeichnung bedienen. Dahinter verbergen sich vielfältige Angebote, die oft diese Bezeichnung nicht verdienen.

Der Zusatz »nach Plöner Modell« steht deshalb für unser Selbstverständnis, nämlich für eine qualifizierte Ausbildung, ständige Weiterbildung und dem Zusammenschluss der Senioren-Assistenten in einem Netzwerk.

Wer kann ein Zertifikat erhalten

Ein Zertifikat erhalten Sie, wenn Sie an einem Seminar "Ausbildung in der qualifizierten Senioren-Assistenz/Plöner Modell" bei Ute Büchmann | Seminare teilgenommen haben. Die nächsten Seminartermine finden Sie auf www.senioren-assistentin.de.

Auch wenn Sie schon eine einschlägige berufliche Qualifikation und Erfahrungen in der Arbeit mit Senioren haben, wird Ihnen das Seminar noch zusätzliche Erkenntnisse bringen und Sie besser in die Lage versetzen, Ihre Dienstleistung auch privat anzubieten. Mit dem Zertifikat würden Sie von der Vernetzung der aktuell ca. 270 Senioren-Assistenten profitieren.

Wer darf sich Senioren-Assistent/in nennen und das Netzwerklogo benutzen?

Alle Senioren-Assistenten, die die Ausbildung in der professionellen Senioren-Assistenz nach dem Plöner Modell absolviert haben, dürfen das Logo für ihre öffentliche Darstellung nutzen.

Was will das Netzwerk bewirken?

In erster Linie will das Netzwerk Qualität sicherstellen und den Bekanntheitsgrad dieser neuen Dienstleistung stärken. Die Abrechnung der privaten Dienstleistung Senioren-Assistenz mit Kranken- oder Pflegekassen ist ein wichtiges, gemeinsames Ziel. Es soll künftig durch die Gründung von regionalen Vereinen und einem Berufsverband in Kooperation mit dem Weiterbildungsnetzwerk Ute Büchmann|Seminare erreicht werden.

Ist die Ausbildung in der professionellen Senioren-Assistenz vergleichbar mit der Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 87b SGB XI?

Die Ausbildung in der Betreuungsassistenz unterscheidet sich ganz wesentlich von der Ausbildung in der professionellen Senioren-Assistenz und richtet sich an eine andere Zielgruppe.

Ein Betreuungsassistent oder Alltagsbegleiter - auch als Präsenzkraft bezeichnet - ist in der Betreuung von Personen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen tätig. Darum wird diese Ausbildung auch landläufig als Demenzhelferausbildung bezeichnet.

Eine Qualifizierung zum Betreuungsassistenten dauert  vier bis sechs Monate und umfasst theoretische ebenso wie praktische Abschnitte. Die Ausbildung wird oft in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur durchgeführt. Unterrichtsinhalte sind unter anderem Pflege, Betreuung und Hygiene.

Senioren-Assistenten hingegen sind auch für noch rüstige Senioren tätig. Gleichwohl sind die Themen Demenz und Alzheimer auch in der Senioren-Assistenz Bestandteil des Curriculums. Klassisches Arbeitsfeld der Senioren-Assistenten ist jedoch die nichtpflegerische, aktivierende Seniorenbetreuung in privaten Haushalten.

Senioren-Assistenten verfolgen das Ziel, Ältere dahingehend zu unterstützen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Viele Senioren-Assistenten leisten darüber hinaus auch Individualbetreuung für Menschen, die in Seniorenresidenzen oder Einrichtungen des Betreuten Wohnens leben.

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